"Just add milk" - einfach Milch zugeben.
Selbst wenn das Budget noch so klein ist: Am Baby sparen die Leute zuletzt. Sie kaufen bei Babysachen von allem nur das Beste. Rund fünf Milliarden Euro wurden hierzulande im vergangenen Jahr für Babys ausgegeben, etwa für Strampelanzüge, Bettchen, Windeln oder Spielzeug.
Kleine Füße haben in der Regel einen riesigen ökologischen Fußabdruck. Sie sind ein Paradebeispiel für The Story of Stuff.
Viele der angeschafften Babyprodukte landen ebenfalls alsbald auf dem Müll, bestes Beispiel ist die Wegwerfwindel. Anzahl pro Kind: 6000. Zeit bis zum Verrotten: 500 Jahre.
Dieser ökologische Fußabdruck lässt sich leicht minimieren - bis er wieder der Schuhgröße ihres Nachwuchses entspricht.
Die Werbung suggeriert Eltern, was sie für ihre Babys alles kaufen müssen, damit sie ein glückliches, gesundes Baby haben. Aber die Wahrheit ist: Es gibt eine Menge Dinge, die sie kaufen können - glücklich und gesund werden Babys mit oder ohne Babyprodukte. Babys brauchen im Prinzip keine Windeln. Und keinen Kinderwagen. Keine Babywiege, keine Feuchttücher, kein Plastikspielzeug, keine Plastikschnuller, keine Gläschen. Eltern können sich frei entscheiden, was sie davon kaufen wollen, ohne ihrem Baby zu schaden.
Babys brauchen nicht viel mehr als - Muttermilch.
Wenn Babys wählen könnten, würden sie sich sogar gegen das meiste entscheiden, das wir ihnen anbieten. Sie können also guten Gewissens sparsam einkaufen und vieles sogar einfach weglassen oder durch ressourcenschonende Alternativen ersetzen:
Tragetuch statt Kinderwagen
Brust statt Flasche
Mama statt Schnuller
Papa statt Teddy
Stoff statt Plastik
Abhalten statt Windel
Elternbett statt Wiege
Zug oder Fahrrad statt Auto
Wiese statt Fernseher
Selbstgekocht statt Gläschen
Investieren Sie ihr Geld guten Gewissens in andere Hilfen: Jemanden, der kocht, der putzt, der mit dem älteren Geschwisterchen spielt, im Haushalt hilft, Einkäufe erledigt etc.
"Just add milk" soll Eltern helfen, die eigenen Bedürfnisse und die ihres Babies zu erkennen und mit diesem Wissen die richtigen Kaufentscheidungen zu treffen. Die These: Es ist vorteilhafter für Eltern, Kinder und Gesellschaft, wenn wir unsere Jüngsten nur mit ausgewählten Produkten, und stattdessen uns als Eltern vor allem mit Beratung und Menschen umgeben.
Artgerecht, natürlich und Ressourcen schonend.